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So einfach wie
die Frage ist, so schwierig gestaltet sich eine umfassende Antwort.
Tai Chi Chuan ist eine alte chinesische Bewegungskunst, die
auf der originär chinesischen Philosophie des Taoismus
gründet, der, nebenbei bemerkt, auch die Basis der chinesischen
Heilkünste darstellt.
Der Legende nach wurde im 12. Jahrhundert ein taoistischer Mönch,
Chang San-Feng, durch den Kampf zwischen einer Schlange und
einem Kranich zur Urform des Tai Chi Chuan inspiriert. Über
die Jahrhunderte wurde die darin enthaltene Körperweisheit
von mehreren Familien kultiviert und tradiert. Daraus resultieren
die verschiedenen Stile, die aber alle dieselben Wurzeln haben.
Heute sind die vielleicht bekanntesten der Chen-Stil, der Wu-Stil,
und natürlich der Yang-Stil der Familie Yang aus der Provinz
Hobei, China.
Ich lerne und lehre den Yang-Stil.
Was heißt Tai Chi Chuan? Tai Chi ist das Höchste
Eine, die Grundmater des Kosmos, die im Taoismus in der Monade
dargestellt wird. Chuan heißt Faust(kunst). Somit ließe
sich Tai Chi Chuan als Höchste Form der Faustkunst
übersetzen oder auch als Faustkunst gemäß
dem Höchsten Einen. Jedenfalls referiert der Name
auf einen Aspekt dieser Kunst, für den ihre Protagonisten
berühmt waren und sind: Kampfkunst.
Gleichwohl hat das Übungssystem mit seinen sanften, meditativen
Bewegungssequenzen einen harmonisierenden Einfluss auf alle
Ebenen menschlichen Seins: Körper, Seele und Geist werden
gekräftigt und erhalten bzw. bewahren ihre Flexibilität.
Tai Chi Chuan wirkt erwiesenermaßen positiv auf Gelenke,
Sehnen, Bänder und Muskeln, harmonisiert den Kreislauf
und ist ein Stresskiller für unseren alltäglich überforderten
Geist.
Damit wären wir doch noch bei einer einfachen Antwort angelangt:
Tai Chi Chuan ist einfach gesund für Körper, Seele
und Geist!
Die 3 Säulen des Tai Chi Chuan sind die Soloformen,
Chi Kung und Partnerübungen
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